Reviews
Chars Garcia
3 years ago
3.0
blackmarket
@ Düsseldorf-Derendorf4 years ago
3.0
Ein Bier zu testen sollte unbedarft erfolgen. Keine Erwartung, keine Enttäuschung. Keine Vorurteile (wie generell im Leben), keine vorgefertigte Meinung. Eine Rezension zu schreiben - was hier leider, dafür umso inniger eine Minderheit leistet - sollte auf der Basis der Objektivität beginnen, ehe die subjektive Meinung die Kritik beschließt. Das Stralsunder Lager hat demnach durchaus eine Chance verdient.
Die Chance besteht freilich nicht aus Äußerlichkeiten, das ist von der Färbung über den nicht vorhandenen Schaum reichlich bedeutungslos - austauschbarer 80er Jahre Pop circa Stock Aitken Waterman, den man damals nicht hören konnte und heute als Bier nicht wiedersehen möchte. Im Geschmack indes zieht sich das Lager ein anderes, musikalisches Gewand an.
In den 80ern war zwar vieles überzogen, diletanttisch, peinlich, aber nicht alles schlecht. Es gab eine überschaubare Indielandschaft, Postpunkvertreter und New Wave Apostel, die zumindest für Extravaganzen abseits kohlscher Birnenlandschaft sorgten. Und es gab Pop, der im Rückblick immer noch seine Relevanz hat, der die Jahre überlebt hat.
Leser, die es bisher geschafft haben, mögen sich fragen, was das mit dem Stralsunder Lager zu tun hat.
Das Stralsunder ist im Grunde erstmal ein Allerweltsbier, das in den 80er Jahren zwar in der ehemaligen BRD die Charts gestürmt hätte - fröhliche Trällerei, einfache Melodieführung, ein Refrain fürs Partyvolk.
Im Gegensatz zu anderen Eintagsfliegen hat das Gebräu, dank Störtebeker, aber die Jahre überstanden. Auferstanden aus Ruinen, ging es mit dem Sonderzug wieder aufwärts. Und siehe da, obwohl tausend Mal berührt, blühte eine Rose im Asphalt - ein leichtes, dezent süßes, erfrischendes Lager, spritzig zu trinken.
Das hebt sich ab von Hopfenextraktenbieren massenkultureller Prägung, das verdient durchaus Anerkennung für prickelnde, sonambule Durstlöscherqualitäten. Freilich, nicht vergleichbar mit einem Überseeglück oder den wilden Bierkreationen der Microbrauer - das ist auch nicht die Intention des Stralsunder.
Hier geht's um ordentliche, solide Trinkbarkeit, um Süffigkeit und nicht um die Krone der Braukunst.
So ist das Lager also kein extravagantes Bier, kein Punk, kein Indie sondern Pop, der zeitlos ist, sozusagen der Pet Shop Boy unter den Bieren. Was früher möglich zunächst als One Hit Wunder prophezeit wurde, erfährt mit den Jahren verdiente Anerkennung.
Das Bier kann man zu jeder Zeit trinken, always on my mind. Ein gutes Trostbier, wenn der Geldbeutel schmal ist. It's alright. Im Vergleich zu all den nichtssagenden Hellen, zu den Werbebieren und TV-Brausen, eine erstaunliche Abwechslung, die zeigt, dass gut trinkbares Bier auch ohne Ansprüche funktionieren kann.
(14.08.2020)
Bierbock
@ Zisch Getränkemarkt Stralsund5 years ago
3.5
Ein ganz feines Zeug das echt absolut unterschätzt wird! Zu Unrecht, kauft es, sauft es! Genießt es! Prost und ahoi
Bierbasti
5 years ago
2.8
Trinkt Stralsunder Lager 🍺
Edlim
5 years ago
2.8
Buschi
@ Storchennest6 years ago
4.0
Ich kann mich nico aus den Kommentaren nur anschließen, sehr feine Sache... zum Wohle!🍻
#Nordmission
Welding
6 years ago
4.0
Enrico A
7 years ago
3.5
Nico
7 years ago
4.0
Das Stralsunder Lager ist ein gutes Beispiel für mich auch mal mit Vorurteilen abzuschließen. Vor Jahren war Stralsunder Bier etwas verpönt oder schlecht geredet. Seit einigens Jahren wird dieses Bier nun unter der Störtebeker Flagge gebraut. Nun hatte ich die Chance es mal zu testen und die Überraschung war groß.
Das Stralsunder Lager würder anderer Orts wohl Helles heißen. Dementsprechend ist es goldgelb und klar mit wenig stabilem weißem Schaum.
Es riecht malzig, frisch und einladend.
Im Antrunk kommen alle Stärken eines Hellen Bieren zum Vorschein. Frische, milde Würze, mild gehopft, etwas süßmalzig, wenig Bittere im Nachtrunk sorgen für ein süffiges Trinkerlebnis.
Das Mundgefühl des schlanken Lagerbiers ist knackig und vollmundig.
Ich werde das Stralsunder Lager wieder kaufen.
Einfach ein gutes Bier.
Dirk H
7 years ago
3.0