
IBU: 39
Hops: Magnum
Malts: Barley Malt
Unfiltered

Reviews

THuhnfisch
@ Mr. Hop8 days ago

4.2
Brouwerij Kees | Doctor Ice | Ice Bocked Barley Wine
Kees Bubberman….
….ist einer meiner niederländischen Lieblingsbrauer und ich habe mich gefreut, als ich gelesen habe, daß er in diesem Adventskalender mit drin ist.
Das dann aber ein 14%iger eisgebockter Barley Wine von ihm kommt ist großartig.
Der fließt dann mit rötlichem Funkeln schwarzbraun in mein Glas und hat altweißen, nicht allzu lange anhaltenden Schaum zu bieten.
Dörrobst, Kirsche, Karamell und Lakritz gibt's zu riechen.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf den ersten Schluck….
….und der ist smooth und krass.
Salmiak-Lakritz grüßt als erstes, gefolgt von Dörrobst und Amaro, beziehungsweise bitterem Kräuterlikör. Der Alkohol ist mit einer leichten Schärfe dauerhaft präsent und wird mit der Zeit sogar stärker.
Der Malzkörper strotzt nur so vor Kraft und eine fast cremige Textur legt sich über den gesamten Mundraum und auch der Nachhall ist langanhaltend und intensiv.
Diese unbändige Kraft und Stärke dieses, schon extremen Bieres ist beeindruckend.

Berch
@ Mr. Hop12 days ago

4.5
Türchen 13
👁 dunkles rotbraun; feinporiger Schaum
👃🏻 Trockenobst, Pflaume, Süße, Alkohol
👄 Mit 14% ist da ein gewaltiger Bob in der Bahn.
Im ersten Moment wirkt er harmlos, dieser geeiste Barley Wine. Und dann kommt das Gerät in Fahrt und scheppert eine Geschmacksgranate nach der nächsten an den Gaumen. Zunächst kommt Lakritz. Aber nicht die süße Haribovariante, sondern eher die scharf-salzige niederländische Ausprägung. Kaum hat man sich davon erholt, kommt eine sehr kräutrige Note, Richtung Magenbitter... auch hier eher kräftig als likörig. Mittendrin immer auch Trockenobst, Beeren, alkoholgeschwängerte Kirschen. Dem Ganzen folgt - immer wieder durchzogen von alkoholischen Noten - eine sehr trockene Herbe.
Verdattert komme ich im Ziel an und frage mich leicht zitternd, ob ich noch Lust auf eine weitere Runde habe.
Das Ding nötigt mir Respekt ab. Nicht zuletzt auch, weil der hohe Alkoholgehalt nicht in einer pappigen Süße mundet.
Vor kurzem erklärte mir noch ein befreundeter Physiker, Eisböcke seien physikalisch keine Biere, sondern Destillate. Klang plausibel, aber ich glaube da als Geisteswissenschaftler natürlich auch einfach mal alles.
Sei es drum. Hier ergibt das durchaus Sinn.
4,5⭐️ sind da das Endergebnis, weil mich die aromatische wie alkoholische Wucht einfach aus den Socken haut, explizit aber nicht, weil ich es mir als regelmäßigen Besucher wünschen würde.

Markus
@ Mr. Hop27 days ago

4.6
Brouwerij Kees - Doctor Ice Prösterchen
Hinter Türchen 13 hat ein Schwergewicht gewartet, welches gestern Abend ins Glas gluckerte. Bevor ich ein Foto machen konnte, war die mickrige Blume ganz entschwunden. Der Barley Wine selbst sieht rotbraun aus.
Die Nase ist erstaunlich dezent und erinnert an Dörrpflaumen. Am Gaumen dann ein Wechselspiel der Gefühle. Nach einem runden, weichen Antrunk, der an einen guten Marsala erinnert, folgen leicht likörige Sauerkirsch-Ansätze die dann brachial -voll auf die Zwölf- weggebügelt werden. Eine fast scharfe, alkoholische Note in Richtung Kirschbrand ist dafür verantwortlich. Dieser Abgang „brennt“ und wärmt und lässt mich etwas zweifeln. Der nächste Schluck lässt alles von vorn beginnen und das begeistert mich schon. Mit zunehmender Trinktemperatur glaube ich -als verbindendes Element- noch zartbitter Schokolade wahrzunehmen.
Für mich kein kulinarisches Highlight, aber genial gemacht. Respekt 4/3,5/4/5

CervesiumHH
@ Mr. Hop28 days ago

3.8
Die Nr. 13 aus dem Mr. Hop Adventskalender gibt es auf Rezept von Doctor Ice. Das zweite Schwergewicht aus dem Kalender gibt es heute zum Endspiel der deutschen Handballdamen.
Optisch ist es rötlichschwarz mit beiger und extrem grobporiger Blume, die sich schnell verabschiedet.
Der Geruch ist von Karamellmalz, Toffee, etwas Trockenpflaume und Alkohol geprägt. Letzterer nicht so stark wie es die 14% erwarten lassen.
Der auch hier ölige Antrunk bringt anders als in der Nase sofort die 14% an den Gaumen und das mit einer fast schon unangenehmen Schärfe. Es entwickelt sich dann etwas Lakritz mit der erschnupperten Trockenpflaume als Beiwerk. Bevor sich zusätzlich etwas Süße durchsetzten kann, kommt wieder die Schärfe durch. Und ich bin unentschlossen, ob hier der Alkohol oder das Lakritz verantwortlich ist.
Für die Handballerinnen hat es nicht zum Titel gereicht und zwar knapp. Für diesen Barley Wine auch, jedoch nicht ganz so knapp.

Micha_81
@ Mr. Hop28 days ago

4.3
Kees schickt als 13. Neuanlage einen im Eisbock-Verfahren intensivierten Barley Wine hinters 13. Mr. Hop Türchen. Dunkel rostbraun gluckert Doctor Ice ins Glas. Die karamellbeige Schaumdecke ist nur fingerbreit und nicht sonderlich verweilfreudig. Der Duft präsentiert Dörrobst und Karamell. Geschmacklich gesellen sich zu diesem Duo noch Lakritz-Noten und ein Hauch Kräuterlikör. Die 14% sind schon eine Wucht in diesem teils gediegenen, teils kompromisslosen Tropfen. Auf hohem Niveau gejammert sind es vielleicht 2 Volumenprozent zu viel des Guten, worunter die Komplexität eher leicht leidet statt gewinnt. Gleichzeitig kann und muss man die brachiale Wucht nur loben. Wenn die Ansätze von Bittere (39 IBUs) mit etwas mehr Hopfen (Magnum ist im Kessel) noch mehr Peaks gesetzt hätten, wäre ich vermutlich sehr statt moderat begeistert. Das Ding dürfte polarisieren. Mit jedem Schluck packt es mich mehr... Mr. Hop macht es wie schon am letzten Wochenende und schickt die Großkaliber eher am WE ins Rennen. Einfach toll, dieser Kalender!

Nico
@ Mr. Hop29 days ago

4.5
Doctor Ice von Kees verbirgt sich hinter dem 13. Türchen des Mr.Hop. Adventskalenders. Mit 14% abv der kräftigste Vertreter im Kalender bis jetzt.
Der Eisgebockte Gerstenwein hat eine rotbraune dunkle Farbe mit beigem Schaum.
Die Nase ist weniger alkoholisch als die 14% vermuten ließen. Ich kann Dörrobst ausmachen. Das wirkt jetzt schon sehr mächtig.
Es geht an den ersten Schmuck und dieser offenbart den extremen Charakter dieses Bieres. Zuerst ballert eine volle Dosis Lakritzlikör an den Gaumen. Dann kommt eine an Jägermeister erinnernde kräuterige Bitterkeit ins Spiel. Der Alkohol knallt derbe ins Kontor. Irgendwo daneben, dadrüber, dadrunter ist auch noch Rumtopf und die berühmte Dörrpflaume zu finden. Die Komplexität ist schon da aber man muss sich anstrengen.
Dieser geeiste Barley Wine ist schon was absolut besonderes und extremes. Nicht sehr feingeistig sonst mit Holzhammer umgesetzt und diesmal liebe ich es.
Der Arrogant Bastard der Barley Wines.